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Pressemitteilung:

Butzbach, 19. Oktober 2018
60 Jahre SPD-Mitglied

SPD Butzbach ehrt Willi Görlach

In ihrer Mitgliederversammlung am letzten Dienstag in der Wilhelmshöhe bedankten sich die Butzbacher Sozialdemokraten bei Willi Görlach für 60 Jahre Treue zur SPD.

Willi Görlach trat am 1.1.1958 mit 19 Jahren in die SPD ein, in der er zahlreiche Funktionen ausübte; so war er von 1980 bis 1988 Bezirksvorsitzender Hessen-Süd und von 1981 bis 1988 stellvertretender Landesvorsitzender seiner Partei. Er vertrat die SPD von 1968 bis 1973 im Kreistag des Kreises Friedberg, später Wetterau, und gehörte von 1970 bis 1989 dem Hessischen Landtag an, in den Jahren 1973 und 1974 als Vorsitzender der SPD - Fraktion. Von 1974 bis 1987 bekleidete er verschiedene Ministerposten in Hessen, meist mit Verantwortlichkeit für das Umweltressort. Nach seinem Ausscheiden aus dem Hessischen Landtag gehörte Görlach von 1989 bis 2004 dem Europäischem Parlament an. Nach dem Abschluss der Realschule und einer Mechanikerlehre legte Willi Görlach auf dem zweiten Bildungsweg seine Abiturprüfung ab und absolvierte ein Lehramtsstudium. Vielen Butzbachern ist er noch als Berufsschullehrer bekannt.

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD Hessen, Gisela Stang, würdigte den Menschen Willi Görlach, aber auch sein beeindruckendes politisches Lebenswerk und überreichte Ihm einen großen Blumenstrauß, die Ehrennadel und die Ehrenurkunde. Sie stellte fest: „Die Hessische SPD hat Willi Görlach viel zu verdanken. “Diesen Glückwünschen schlossen sich insbesondere der örtliche Landtagskandidat Karl-Otto Waas, der Butzbacher Bürgermeister Michael Merle und der Butzbacher SPD-Vorsitzende Dr. Matthias Görlach an. Zum Abschluss ihrer Laudatio erinnerte Gisela Stang daran, dass am 28. Oktober nicht nur der Bürgermeister in Butzbach, sondern auch in Hessen der Landtag gewählt wird.

SPD oder CDU? Beide Parteien stünden für ganz unterschiedliche Wege. Es sei dieser Wettstreit um Alternativen, den wir wieder brauchen, um unsere Demokratie wieder mit Leben zu erfüllen. Alle spürten, dass drängende Zukunftsfragen von Schwarz/Grün nicht entschlossen genug angepackt würden. Wohnen sei in vielen Teilen von Hessen unbezahlbar geworden. Da, wo es Wohnungen gebe, würden die Lebensbedingungen immer schlechter. Ärzte fehlen, Busse fahren nicht, Läden und Schwimmbäder würden geschlossen. Jeden Tag stünden Menschen in überfüllten Bussen und Bahnen. In den Städten drohten Fahrverbote, weil der Umstieg in eine saubere, günstige und moderne Mobilität nicht vorangetrieben worden sei. Gisela Stang vermutete: „Wer seit19 Jahren diese Dinge nicht angepackt habe, werde dies auch in den nächsten fünf Jahren nicht tun.“

Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich Willi Görlach für die vielen guten Wünsche. Er habe am 15. Oktober zum ersten Male nach länger Zeit eine Stadtverordnetenversammlung in Butzbach besucht und sei von der Qualität des politischen Wettstreites enttäuscht gewesen. Früher sei es üblich gewesen, bei Änderungsanträgen eine Sitzungsunterbrechung zu beantragen, um nach einer Beratung zu entscheiden, wie mit diesem Begehren umgegangen werden sollte. Am Montag habe er den Eindruck gehabt, es sei nicht um die besten Lösungen gegangen, sondern zwei Blöcke hätten sich unversöhnlich gegenübergestanden. Er habe die Hoffnung, dass nach den Bürgermeisterwahlen am 28.10. der inhaltliche Wettstreit um den besten Weg wieder an Gewicht gewinnen werde. Letztendlich wies Willi Görlach darauf hin, dass freie Wahlen eine hart erkämpfte Errungenschaft seien, aus der sich für jede Bürgerin und jeden Bürger die Pflicht zur Stimmabgabe ergebe.

Michael J. Mentz

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