Zukunft denken. Wir sind dann mal weg!

Der Ortsvereinsvorstand der Butzbacher SPD und die SPD –Fraktion im Butzbacher Stadtparlament haben sich vor der Verabschiedung in die Sommerpause in einer Klausursitzung mit der Vorbereitung der Kommunalwahl am 27. März 2011 befasst. Soweit die Satzung der SPD auch die Nominierung von Nichtmitgliedern bei den Personalvorschlägen für die Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung und zu den Ortsbeiräten zulässt, lädt die SPD Butzbach herzlich alle ortsansässigen Freunde und Anhänger der Sozialdemokratie ein, sich für die Nominierung bei der Kommunalwahl beim Vorstand zu bewerben. Wir freuen uns über jede Bereitschaft zur Mitarbeit.

Im Mittelpunkt des Kommunalwahlprogramms wird neben einer sozialverträglichen Haushaltskonsolidierung auch die Entwicklung kluger Antworten auf die demographische Entwicklung in Butzbach stehen.
Die Butzbacher Sozialdemokraten sehen in der sinkenden Zahl junger Mitbürger bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl älterer Bewohner keine Bedrohung, sondern eine Herausforderung, die sogar Chancen für die Zukunft eröffnen kann.
Insbesondere die steigende Zahl sogenannter „junger Alter“, das heißt derjenigen, die auch in fortgeschrittenem Alter gesundheitlich noch so stabil sind, dass sie ohne oder nur mit geringen Einschränkungen am Gemeinschaftsleben teilhaben können, gebietet es, die Rolle der „ Alten“ in unserer Stadt neu zu denken.

Die Butzbacher Seniorenpolitik wird sich zukünftig noch intensiver als bisher darauf konzentrieren, die menschliche Würde und Persönlichkeit im Alter zu erhalten. Die meisten Älteren sind aktiver Teil der städtischen oder dörflichen Gemeinschaft. Sie mischen sich ein und wirken mit. Wir werden ältere Menschen ermutigen, sich bürgerschaftlich zu engagieren, sich neue Tätigkeits- und Wissensfelder zu erschließen und ihr Wissen sowie ihre Erfahrung in das gemeinschaftliche Leben einzubringen. Ein Mittel hierzu ist die Einbezie­hung der Erfahrungen und Kompetenzen der Älteren auf kommunaler Ebene durch den Seniorenbeirat in unserer Stadt .
Politik mit älteren und für ältere Menschen ist gute sozialdemokratische Tradition. Sozialdemokraten haben als Erste in Hessen eigenständige Ansätze kommunaler Altenpolitik entwickelt. Diese sind seither ausgebaut und weiterentwickelt worden. Altenclubs in den Stadtteilen, Beschäftigungsangebote für ältere Men­schen zur sozialen Integration, Freizeit- und Bildungsangebote sind seit Langem eine Selbstverständlichkeit.
Das Projekt „ Alt hilft Jung“ in Neu-Isenburg könnte ein Vorbild für unsere Stadt Butzbach sein. Ruheständler helfen hier mit ihrer (Berufs-) Erfahrung als Bildungspaten jungen Menschen beim Einstieg ins Berufsleben aber auch bei der schulischen wie beruflichen Ausbildung.

In der Seniorenpolitik müssen generationenübergreifende Angebote für „Alt“ und „Jung“ einen immer größeren Stellenwert erhalten. Eine längere Lebensdauer und ein zunehmend aktives Alter erhöhen die Bereitschaft und die Notwendigkeit, Wissen zu erweitern, zu ergänzen und auch an andere weiterzugeben. Bei den Bildungsangeboten gewinnt der Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnologien auch für ältere Menschen immer mehr an Bedeutung. Dem wollen wir durch ein verstärktes Angebot im Kreis, aber auch in unserer Stadt und durch generationenübergreifende Projekte begegnen.

Die Butzbacher SPD wird sich auf allen politischen Ebenen für einen kontinuierlichen Abbau von Barrieren für Ältere und Behinderte einsetzen. Unser Ziel einer umfassenden Barrierefreiheit beinhaltet, Wohnhäuser, Ämter, kulturelle Einrichtungen, Angebote im Nah- und Fernverkehr, Straßen und Plätze barrierefrei zu gestalten. Wir wollen, dass kein älterer Mensch von Mobilität oder kulturellem Angebot ausgeschlossen wird. Teilhabe am öffentlichen Leben muss aus Sicht der Butzbacher SPD für alle Generationen unabhängig vom Einkommen möglich sein.

Ein zentrales Thema ist und bleibt das Wohnen im Alter. Noch sind viel zu wenige Wohnungen so gestaltet, dass sie auch Ältere mit körperlichen Einschränkungen nutzen können. Nur allzu oft steht im hohen Alter ein erzwungener Umzug aus dem gewohnten Lebensumfeld in ein Pflegeheim an. Viele ältere Menschen wollen dauerhaft selbstständig in ihren bisherigen Wohnungen leben. Das möchten wir unterstützen. Dabei werden wir gemeinsam mit den Wohnungsbaugesellschaften und den freien Wohlfahrtsverbänden vor allem auf ein stärker in die Stadtteile integriertes Wohnungsangebot für ältere Menschen und auf die intensivere Verknüpfung von Wohnen und Betreuungsangeboten achten. Wo erforderlich, müssen Netzwerke, ambulante Dienste und besondere Wohnangebote geschaffen und ausgebaut werden Bei der Versorgung pflegebedürftiger Menschen und der Hilfe für die Angehörigen sollten der ambulante wie auch den teilstationäre Bereich (Tages- und Kurzzeitpflege) weiter ausgebaut werden.

Integrierte Beratungs- und Koordinierungsstellen für ältere und pflegebedürftige Menschen als gemeinsame Einrichtung der Kommunen und der Wohlfahrtsverbände erleichtern älteren Menschen und vor allem ihren Angehörigen ganz wesentlich den Zugang zu Hilfeangeboten.

Die Butzbacher Sozialdemokraten ermutigen und unterstützen die vielfältigen und kreativen Ansätze der Selbsthilfe und der gegenseitigen Hilfe von Älteren für Ältere sowie die Entwicklung generationsübergreifender Angebote.

Der Seniorenbeirat ist für die Butzbacher SPD das zentrale Gremium, durch das die Interessen der älteren Bevölkerung in die städtischen Entscheidungsprozesse eingebracht werden.
Die Butzbacher SPD ist davon überzeugt, dass das die unterschiedlichen Interessen von „Jung“ und „Alt“ berücksichtigende Zusammenwirken der Generationen die Grundlage für eine gute Zukunft unserer Stadt schafft.